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Hulk


| 2003 | Universal Pictures |

Bruce Banner gehört einem wissenschaftlichen Team in der Universität von Berkeley an, die sich mit den sogenannten regenerativen Genen unter Verwendung von Gammastrahlen beschäftigt. Während eines Experimentes gerät ein Wissenschaftler in Gefahr. Bruce versucht ihn zu retten und wird durch die austretenden Gammastrahlen selber schwer verletzt. Als Bruce im Krankenhaus wieder aufwacht, erklärt ihm ein Unbekannter, das er sein Vater sei und er eine ganz besondere Fähigkeit beherrscht, die allerdings noch in ihm "schläft". Diese aussergewöhnliche Fähigkeit wurde durch die austretenden Gammastrahlen nicht nur freigesetzt, sondern verstärkt. Diese Tatsache muss Bruce früher oder später selber feststellen, als er sich eines Tages durch einen Wutanfall in ein grünes Monstrum verwandelt, der unmenschliche Kräfte besitzt. Natürlich bekommt das der militärische Wissenschaftler Glenn Talbot mit und sieht sich gezwungen das Gammastrahlen- Projekt zu übernehmen, um den gefährlichen grünen "Hulk" für ihre Zwecke einzufangen. Bleibt nur die Frage, wie man ein kraftstrotzendes grünes Kraftpaket mit einer unsäglichen Wut bändigt. Zudem ist der Vater von Bruce Banner alias Hulk nicht sonderlich von den militärischen Aktionen angetan, denn er will unbedingt seinen "verlorenen" Sohn zurück haben. Und ganz ohne besondere Kräfte steht er natürlich auch nicht da.



Marvel scheint immer stärker in das Filmgeschäft einzusteigen. Mittlerweile sind die Comicmacher nicht nur reine Berater von solchen Umsetzungen in Zelluloid, sondern sie haben bereits eine eigene Filmproduktionsfirma aufgebaut. Und der Comicverlag Marvel hat noch eine Menge weiterer Superhelden in der Schublade. So schnell wird dieser Trend sicherlich nicht aufhören. Bei Hulk gibt es sogar bereits Gerüchte über eine Fortsetzung, so wie es bereits bei Spiderman und X- Men passiert ist. Fakt ist, dass diesmal in "Hulk" alles irgendwie ein bisschen anders ausschaut, als es bei den sonst üblichen Marvel Comicverfilmungen der Fall war. Regie und Drehbuch gehen teilweise auf Ang Lee seine Rechnung. In Europa wurde er durch die Verfilmung von "Tiger & Dragon" bekannt. Desweiteren handelt es sich bei "Hulk" wieder einmal um einen "Unfall Helden". Zusätzlich hat sich Bruce Banner als verwandelter grüner Kraftprotz kaum unter Kontrolle und weiss nach der Rückverwandlung folglich kaum, was mit ihm geschehen war oder was er angestellt hat. Als Hulk (freie Übersetzung: Grober Klotz) wächst er und wird immer stärker, je mehr Wut sich in ihm ansammelt. Dann ist es natürlich kein Wunder, wenn er einen Panzer locker zusammenfalten kann, so wie wir es mit einer Papiertüte machen.



Ang Lee, der Regisseur, weiss in der Inszenierung von "Hulk" wirklich zu überraschen. Im Kinostreifen sehen wir fast durchweg äusserst interessante Bildkompositionen. Immer wieder werden über das Hauptbild weitere und kleinere Bilder von sämtlichen Seiten reingefahren, die beispielsweise ein und dieselbe Aktion in verschiedenen Blickwinkeln zeigen. So bekommt der Zuschauer von dem Transporthubschrauber, der den Container mit dem ohnmächtigen Hulk durch die Wüste zu einem militärischen Stützpunkt fliegt, alle erdenklichen Perspektiven geboten. Diese durchaus sehr dynamische Bildtechnik ist in den 70iger Jahren häufig bei Katastrophenverfilmungen eingesetzt worden. Es gibt leider dennoch ein paar Kritikpunkte, die u.a. den Hulk etwas lächerlich in Erscheinung treten lassen. Bei dem "Wüstenritt" über die hohen Sanddünen, hopst Hulk wie ein Gummiball herum. Das wirkt durch die übermässig stark eingesetzte CGI- Figur äusserst unwirklich und vor allen Dingen ist das auch noch viel zu ersichtlich. Natürlich kann Hulk wie im Comic sehr hoch und weit springen; seine hauptsächliche Fortbewegung. Aber hier wurde im Film ein wenig zuviel des Guten geboten. Entweder hätte man die entsprechenden Szenen besser gekürzt oder es mit einer anderen und vielleicht älteren Tricktechnik ausprobieren sollen.



Das Bild und der Ton sind gewohnt gut und in beiden Fällen sehr sauber auf DVD transferiert worden. Die nicht gerade üppigen Dialoge kommen sehr deutlich vorne aus den Boxen heraus und verlieren sich nicht im Gewirr der wirklich interessant gemachten Soundeffekte. Wenn Hulk seine Kräfte entfacht oder gar brüllt, läuft der Hall sogar über die seitlichen bis zu den hinteren Effektlautsprechern rüber. Da kann man durchaus schonmal auf dem Sessel zusammenfahren. Der Ton macht wirklich Spass. Die Bilder sind auch in schnellen Sequenzen kaum unscharf und Nachzieheffekte sind nahezu nicht erkennbar. Das Bild ist comicähnlich sehr farbenfroh gehalten und weist wenig Bildrauschen auf. Die dunklen Szenen sind klar erkennbar und sie besitzen einen ordentlichen Schwarzwert.



Die "Hulk" Versionen auf DVD gibt es in unterschiedlicher Form. Als erstes gibt es die ganz einfache 1 DVD Variante. Dann eine Special 2 DVD Edition auf der zusätzlich noch "Die ungekürzte Fassung" steht und dann eine 3er DVD Spezialbox, auf der eine grüne Faust in 3D zu sehen ist. Die 2er DVD Fassung, welche hier vorstellt wird enthält auf der Zusatzscheibe einige interessante Features wie entfallene Szenen, Hulks Entstehungsgeschichte im Kurzformat und einiges mehr.


Original Titel

Hulk

Regie: Ang Lee
Drehbuch: Michael France, James Schamus, James Turman, John Turman
Produzent: Avi Arad, Larry Franco, Gale Anne Hurd
Musik: Danny Elfman
Vorlage: Marvel Comic

Darsteller

Eric Bana (Bruce Banner), Jennifer Connelly (Betty Ross), Sam Elliot (General Ross), Josh Lucas (Glenn Talbot), Nick Nolte (Dr. David Banner), Lyndon Karp (Davey), Michael & David Kronenberg (Bruce Banner als Kind), Rhiannon Leigh Wryn (Betty Ross als Kind), Cara Buono (Edith Banner), Lou Gerrigno (Sicherheitschef), Paul Kersey (David Banner als Junge)

Ton und Bildaten

    

  

  

DVD Daten

133 Minuten

2 DVDs

33 Kapitel


Sprachen:  

Untertitel:  

Deutsch & Englisch für Hörgeschädigte


Genre: Fantasy/Action


Bewertung: