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Doom - Der Film (erweiterte Fassung)


   | 2006 | United International Pictures / Universal |

In einem grossen Labor irgendwo auf den Mars werden Menschen als Experiment für ein neues Serum herangezogen. Vorzugsweise werden dafür Schwerverbrecher "verpflichtet". Das Problem ist nur, dass die Menschen zu Monstern, ähnlich wie Zombies, mutieren. Ein Biss, und man verwandelt sich selber in ein solches Monster. Die abgesicherte Station, die mittels eines Teleporters auf den Mars erreicht werden kann, wird aus diesem Grund unter Quarantäne gestellt und ein kleiner Haufen von Kampfspezialisten wird dort hochgeschickt. Wie in den meisten Horrorfilmen wird nun das "10 kleine Negerlein" Prinzip angewendet. Einer nach dem Anderen wird nun auf unterschiedlichste Weise von den Monstern zerlegt. Dabei geht es natürlich nicht unbedingt ohne Blutverlust ab.



Doom ist ein Begriff bzw. Name den sicherlich unsere heutigen etwas älteren Computerspieler noch gut in Erinnerung haben müssten. Ursprünglich handelt es sich um einen 3D Egoshooter der ersten Stunde, den die Firma ID Software noch vor dem Spiel Quake zum rühmlichen Erfolg gebracht hat. Was heutzutage in unzähligen Varianten an 3D Shootern auf PCs und Konsolen existiert, war in den späten 80iger Jahren mit der Veröffentlichung und gleichzeitigen Indizierung in Deutschland von Doom eine absolute Innovation. Ein einfaches Spielprinzip, das vielen Computerspielefans schlaflose Nächte bereitete. In Folge wurden Jahr für Jahr immer mehr solcher Spiele in 3D Egoschooter Manier herausgebracht. ID Software setzte die Serie Doom immer weiter fort, bis ihnen ein weiterer Meilenstein im selben Genre gelang welcher den Namen Quake trägt und ebenfalls wie eine Bombe oder eben ein Erdbeben einschlug und ebenso hier zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog. Im Grunde genommen gab es bereits nach dem Erfolg des ersten Doom - Spiels zu dieser frühen Zeit das Gerücht, dass hieraus ein Film entstehen wird. Es dauerte letztendlich rund 15 Jahre bis aus dem Gerücht wirklich ein Film aus dem gleichnamigen Spiel wurde.



Die Filmumsetzung von Doom ist übrigens nicht weniger blutig geraten als es im Spiel der Fall gewesen war. Daher wurde hier ähnlich wie bei der Spielereihe das Thema "Indizierung" mehrmals angesprochen. Das glückliche Ende bescherte den Film dann lediglich eine FSK 18 Freigabe, was heute als "keine Jugendfreigabe" gilt. Tricktechnisch hat der Horrorfilm wirklich einiges zu bieten. Die kleineren Splatterorgien sind durchaus nichts für zartbesaitete Menschen. Es gibt hie und da ein paar wirklich heftige "Zerlegungsszenen", die durch den schnellen und kurzen Schnittfolgen jedoch abgeschwächt werden. Die Schauspieler bzw. deren Charaktere überzeugen durchaus, da sie teilweise genretypisch etwas überzogen dargestellt. Dwayne "The Rock" Johnson als Hauptdarsteller passt alleine schon wegen seiner Statur und dem "Blendax" Lächeln wunderbar als kopfloser Soldat Sarge. Er zeigte im übrigen durchaus in Die Mumie kehrt zurück schauspielerische Qualitäten.



Einige Ereignisse werden im Film nur nebenbei und ziemlich schnell erklärt, sodass man durchaus gelegentlich das Gehirn wieder einschalten muss. Alles in allem ist "Doom - Der Film" ein nettes Horrorspektakel mit zahlreichen Szenen die sich zu fast 80% nur in der Dunkelheit abspielen. Etwa am Ende von Doom bekommen wir ein ganz besonderes Schmankerl, dass nicht nur sehr gelungen in Szene gesetzt wurde, sondern nebenbei auch noch äusserst witzig geraten ist. In 3D Egoshooter Manier, so wie man es am PC oder der Konsole erleben darf, wandert einer der übriggebliebenen Marines durch dunkle Gänge und zerschrabbelt ein Monster nach dem anderen. Wir sehen diese Szenen sozuschreiben aus der "subjektiven" Sicht des Darstellers; in der rechten Hand befindet sich die Waffe und zahlreiche zerfahrene Kameraschwenks schauen wie erschreckende Bewegungen aus.



Ton und Bild sind mehr als in Ordnung, obwohl durch die übrwiegend dunklen Szenarien das Bildrauschen allgegenwärtig ist. Dolby Digital 5.1 und Analog Surround kompatibel, werden Subwoofer und alle Effektlautsprecher ordentlich angesprochen. Die Sprache ist vorne sehr klar und deutlich vernehmbar, sogar bei den heftigen Actionszenen und Splatterorgien. Die Story ist eher einfach geraten und somit auch nicht das wichtigste Element im Film "Doom".
Die Single DVD gibt es lediglich als Extended Edition mit rund 7-8 Minuten mehr Szenen, die in der Kinoversion aufgrund der Altersfreigabe herausgeschnitten werden mussten (Internet Recherche). Zusätze wie eine kleine Dokumentation etc. gibt es zwar, allerdings nur sehr lieblos zusammengestellt. Empfehlenswert ist der Film durchaus. Alleine die wesentlich erweiterten Szenen in "Egoshooter" Manier machen den Horrorfilm zu etwas besonderem. Für unsere Doom Freaks sei nebenbei erwähnt, dass die berühmt berüchtigte Motor- Kettensäge natürlich auch eine kleine Rolle spielt. Das Teil hat man ja bereits im allerersten Part des Egoshooters von ID Software zum Kultinstrument gegen Untote und Monster ernannt.


Original Titel

Doom

Regie: Andrzej Bartkowiak
Drehbuch: Dave Callaham & Wesley Strick
Produzent: Lorenzo Di Bonaventura & John Wells
Musik: Clint Mansell & NIN
Vorlage: PC Spiel von ID Software

Darsteller

Karl Urban (John Grimm), Rosamund Pike (Samantha Grimm), Razaaq Adoti (Duke), The Rock (Sarge), Deobia Oparei (Destroyer), Ben Daniels (Goat), Richard Brake (Portman), Al Weaver (The Kid), Dexter Fletcher (Pinky)

Ton und Bildaten

    

  

  

DVD Daten

108 Minuten

1 DVD

21 Kapitel


Sprachen:  

Untertitel:  

Englisch für Hörgeschädigte


Genre: Action/Horror


Bewertung: