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E.T. - Der Ausserirdische - DVD Filmvergleich


20th Anniversary DVD im Vergleich zur VHS Fassung

Im Jahre 2002, rund 20 Jahre nach der Erstaufführung im Kino, präsentiert Steven Spielberg den Film erneut einem breiten Publikum in einer verbesserten Variante auf grosser Leinwand. Diese Version wird als 20th Anniversary bezeichnet. Ganz wichtig war es für den Regisseur und Drehbuchschreiber, dass man diese E.T. Wiederveröffentlichung im Kino und später auch auf DVD nicht als Directors Cut bezeichnet.
Für die Geburtstagspremiere E.T. - Der Ausserirdische im US-Kino hat man sich etwas besonderes einfallen lassen. Statt die Filmmusik im Film selber laufen zu lassen, wurde anstelle dessen ein grosses Orchester vor bzw. unter die Leinwand gesetzt und John Williams, der Schöpfer der Musik von E.T., schwang höchstpersönlich den Taktstock. Die Musik wurde praktisch Live mit dem Film abgespielt. Natürlich wurde zu dieser Geburtstagsfeier die US- Prominenz eingeladen und die bereits erwachsenen Darsteller, die in diesem Film damals noch als Kinder mitgewirkt hatten, waren ebenso vertreten.
Diese fantastische Version gibt es nun endlich auf DVD. Die deutsche Lokalisation schwächelt in Hinblick auf die Neusynchronisierung bei den neuen und veränderten Szenen ein klein wenig, aber das ist zu verzeihen. Qualitativ ist die Übertragung auf DVD hervorragend gelungen; mit Dolby Digital 5.1 Ton und einem sehr sauber umgesetzten Breitwandbild. Auf der DVD kann nebenbei erwähnt der orchestrale Musiksound hinzugeschaltet werden.

Was sich gegenüber des Filmklassikers aus dem Jahre 1982 verändert hat, wird anhand der nun folgenden Bilder und Texte genauer erläutert.
Es handelt sich allerdings nur um ein paar Beispiele, da nicht alle Änderungen sofort zu erkennen sind. Bevor es jedoch losgeht, möchte ich Euch das neue "Universal/Amblin" Anfangsintro bzw. Logo zeigen, welches eigens nur für diesen E.T. Film kreiert wurde:

In der ursprünglichen Kinofassung aus dem Jahre 1982 wurde lediglich die drehende Weltkugel gezeigt.


 
 
 
Restauriert und minimal Erweiterte Szenen: Das Raumschiff ohne E.T. fliegt davon. Die Restauration des Bildes betreffen die deutlich sichtbaren zusätzlichen Lichter des Raumschiffes und der Stadt. In der einzigen zusätzlichen sehr kleinen Szene können wir zum ersten mal E.T. als Computeranimation komplett sehen.
 
Restaurierte Szene: Der Hintergrund ist in dieser Fassung komplett anders "gezeichnet" worden. Im Originalklassiker aus dem Jahre 1982 war der Himmel wesentlich künstlicher und eher leer.
 
Leichte Kürzung und leichte Restauration: Elliots deutsche Synchronstimme hört sich ein wenig anders an, als die in der 82er Version. Ausserdem wurde ein wirklich unbedeutender kleiner Satz heraus genommen. Der Ausserirdische ist hier übrigens komplett am Computer entstanden und in dieser Szene neu eingefügt worden.
 
 
 
 
 
 
 
Neue Szene: Diese Szene fehlt in dem 82er Kinoklassiker komplett und wurde explizit für die 20th Anniversary Version hinzugefügt. Elliot lernt hier seinen neuen Freund E.T. näher kennen. Ausserdem badet der Ausserirdische, was ihm offensichtlich viel Spass macht und wirklich recht lustig ausschaut. Elliot bekam in dieser hinzugefügten Szene eine völlig andere deutsche Synchronstimme verpasst.



Nachdem sich Elliot und E.T. kennengelernt haben, werden nun Gertie und Michael vom kleinen Bruder darüber unterrichtet. Gerties eindringlicher Schrei, als sie den kleinen Ausserirdischen zu Gesicht bekommt, ging übrigens in die Filmgeschichte ein:

 
restaurierte Szenen: Die ersten beiden Bilder zeigen, wie kräftig die Farben im Film sind. Ausserdem wurden gleich ein paar Dialoge geändert (neue Synchronstimmen) bzw. einiges wieder entfernt. Das dritte Bild zeigt wieder einen neuen Hintergrund; diesmal mit einem Vollmond.
 
Minimal länger und andere Musik: Der Ton ist ein wenig anders und andere Musik wurde genommen. Zudem ist diese Szene um etwa 1 Sekunde länger als im Originalfilm.
 
Minimal veränderter Schnitt: Die Schnittfolge scheint hier etwas anders zu sein als im Originalfilm. Die Lehrerstimme hört sich in der deutschen Synchronisation etwas anders an.
 
E.T. aus dem Computer: Das Gesicht und die Mimik des kleinen Ausserirdischen wurden mit Hilfe der Comutertechnik auf die bestehende Figur "überlagert" und zeigt somit deutlich mehr Realismus.
Restauration - Kantenschärfe: Die berühmte Szene, die Steven Spielberg später als "Amblin Studio" Logo umfunktioniert hat, besitzt in der restaurierten Fassung deutlich mehr Schärfe. Besonders an den Rändern und Kanten (kein flimmern mehr). Das Bild ist etwas dunkel geraten, aber man erkennt im Film trotzdem den Wald unter dem Mond sehr gut.
Minimal andere Szene: Das Bild ist ebenfalls etwas dunkel geraten. Diese knapp 2 Sekunden lange Waldszene wurde gegen die alte Kinoversion komplett ausgetauscht.
 
Minimal längere Halloween Nacht: Im ursprünglichen Film kommt die Halloween Nacht kaum vor. Die Erweiterung betrifft eigentlich auch nur die Mutter, die versucht ihre Kinder in den Getümmel zu suchen. Bis auf Elliot kann sie ihre beiden anderen Kinder einsammeln.
 
leicht veränderter Schnitt: Die Szenen im Wald mit Elliot und E.T. wurden etwas umgeschnitten und unwesentlich verlängert. Elliot bekam hier eine neue Synchronstimme verpasst. Das Gespräch verläuft in eine traurige Richtung. Der Junge bittet E.T. nicht wieder nach Hause zu fliegen und auf der Erde zu bleiben.



Die traurigsten und anschliessend schönsten Momente wurden in der Mitte und am Ende des Films natürlich ebenso um einige interessante Filmszenen erweitert bzw. verbessert:

 
 
 
 
andere Stimmen, anderes Thema: In diesen Szenen sind E.T. und Elliot bereits sterbenskrank. Die Szenen sind offensichtlich neu synchronisiert worden. Die verwendeten medizinischen Fachbegriffe wurden vermutlich nach den aktuellen Wissensstand angepasst. Insgesamt scheinen diese Szenen auch ein paar Sekunden länger zu sein.
 
Kindgerechter Umschnitt: In der linken Szene (Spielplatz) wurde ein "böser" Satz rausgenommen und das Bild rechts zeigt die Polizei mit Walkie- Talkie und Mikrofon statt wie ursprünglich in der alten Fassung mit Schrotflinte und Pistole.
 
Längerer Abspann: Was TV Anstalten bei Filmen immer mehr kürzen ist in der neuen E.T. Filmfassung länger; der Abspann. Diese Erweiterung zeigt z.B. mit Bild 2 und 3 wer zusätzlich an der Neufassung beteiligt war und welche Firmen mit entsprechender neuer Technologie die 20th Anniversary Fassung verbessert haben.